Donnerstag, 30. April 2009

Mir fahret jetz na Auschtralie

So sieht es aus, die Zeit in Neuseeland ist nun ersteinmal vorbei.
Nach der einmaligen Gletscherwanderung brachte uns die treue Kiwi-Experience weiter nach Süden, dem Hauptziel aller jungen, abenteuerlustigen und vor allem coolen Menschen entgegen. Fast scheint die ganze Reise nur unter der Spannung und Vorfreude durchlebt worden zu sein, endlich, endlich an diesem aufregensten aller Orte anzukommen, dem Pilgerziel all derer, die etwas von sich halten, oder doch zumindest diesen Eindruck vermitteln wollen, die der Welt ihren Mut beweisen wollen, zeigen wollen, daß sie vor nichts zurückschrecken, keine Angst kennen. Denn wer wäre man denn, wenn man später einmal sagen müsste, man wäre in Neuseeland gewesen und hätte “es” nicht getan?
Willkommen in Queenstown, der Geburtsstadt des Bungy-Juming!
Und so ließ sich natürlich auch unsere geliebte Busgesellschaft diesen Höhepunkt der Neuseelandreise der meisten Reisenden nicht entgehen und brachte den Bus mit jedem Kilometer, den wir der legendären Stadt näher kamen, näher kamen. Stadt? Nagut, so an die 10.000 Einwohner hat es ja dann doch schon; die leben wahrscheinlich alle vom Tourismus... von der Gummiherstellung, über die Seilfabrik und die Statistik der seltsamsten Absprungflächen, bis hin zum Seil- an- die- Leute- knoten, will ja alles gut versorgt sein. Außerdem war natürlich noch eine große Partynacht geplant und wir hatten den einmaligen Vorteil, vor der eigentlichen Einfahrt in Queenstown noch am AJ Hackett-Center (AJ Hackett war derjenige, der den ganzen Trubel ins Leben gerufen hat und das Bungy- Jumping kommerzialisiert hat. Seither zahlen nun täglich 100te von Menschen zwischen 120- 260 NZ$, was etwa 50- 120 € entspricht, nur um einmal von irgendwelchen Brücken, Türmen, Gondeln... springen zu dürfen) vorbei gefahren zu werden, wo uns ganz für umsonst ein kleines Video gezeigt wurde, über die Entstehung dieses legendären Sports der Angstüberwindung. Und um ein wunderbares Beispiel des Einflussreichtums solcher Werbespots zu präsentieren: vor Beginn der Show hoben etwa 15 die Hand auf die Frage, wer denn springen wolle. Danach hatten wir etwa 30, die begeistert mit ihren Tickets herumliefen und vor Aufregung gar nicht wußten, wohin mit sich. Und auch ich muß sagen, kann endlich nachvollziehen, was das Faszinierende daran sein kann, an diesem Sprung ins Nichts, ins Ungewisse, an dieser Sehnsucht nach dem Fall...aber zum Ticketkauf hat es dann doch nicht gereicht.
Angst?
Ja!
Angst davor, irgendwo in Russland stecken zu bleiben, weil das Geld nicht mehr reicht!

Nachdem wir wieder erfolgreich dem letzten Trubel der frohen Reisegesellschaft ausgewichen waren, so hatte die Zeit in Queenstown einen ganz besonders schönen Höhepunkt auch für uns zu bieten.
Wieder einmal liehen wir uns für einen Tag ein Auto. Diesmal zu fünft, denn es hatten sich uns im Laufe der vorrangegangenen Tage drei sehr nette Menschen hinzugesellt. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zu den Milford Sounds, die ganz und gar zurecht als einer der schönsten Orte ganz Neuseelands angesehen werden. Auch schon der Weg dorthin war voll wunderschöner Aussichten und kleiner Spaziergänge, daß wir gerade noch die letzte Bootstour entlang der Fjorde, der steilen Felswände und riesigen Wasserfälle miterleben konnten. Und dafür, daß dies als der verregnetste Ort Neuseelands angesehen wird (man könnte fast glauben, Schönheit und Regen hängen in Neuseeland irgendwie zusammen), hatten wir dann doch noch einen erstaunlich sonnigen Tag. Wahrscheinlich der einzige im Jahr, aber irgendwie war es trotzdem schön.
Abends noch ein gemütliches Abschiedsessen mit den neugewonnenen Freunden, deren Wege sich schon am nächsten Morgen von dem Unseren trennten und dann war es auch schon Zeit sich daran zu gewöhnen, daß der Aufenthalt in diesem vielseitigen, wunderbaren, wenn auch irgendwie überhaupt nicht verregneten Land sich dem Ende entgegen neigte.
Die letzte Busfahrt brachte uns nach Christchurch, wo wir in Ruhe mit den drei verbleibenden Tagen diesen Reiseabschnitt ausklingen ließen. Ein wenig in den Läden der kleinen Stadt herumstöbern, ein paar kleine Andenken erwerben, ein wenig das eigene Tempo wiederfinden und genießen, endlich mal wieder ins Kino gehen, ein wenig mit den „Locals“ in Kontakt kommen (was sich als alles andere als schwierig herausstellte, denn fragt man auch nur nach dem Weg zum Supermarkt, bekommt man gleich noch ein paar nette Cafes und Straßenecken gezeigt), ein wenig auf der Gitarre eines Zimmergenossen rumklimpern und sich solche Dinge wie „nothing else matters“ beibringen lassen, einen abgewetzten „lonely planet“ weiterverkaufen und bei all dem ganz schön traurig und wehmütig werden. Denn auch ich gehöre wohl zu den Menschen, die sich schnell an schönen Orten zu Hause fühlen lernen, die Regelmäßigkeit und eine vertraute Umgebung zu schätzen wissen und die von all dem, was sie für sich eingenommen haben, nur ungern so endgültigen Abschied nehmen.
In diesem letzten Hostel trafen wir dann auch auf die sehr junge, sehr schwäbische Dame, die uns fragte, wohin wir denn als nächstes reisen wollten und auf unsere Antwort sehr enthusiastisch weiderholte „Auschtralie?“ und mich damit zum Titel des heutigen Eintrags ermutigte.

Dienstag, 21. April 2009

Die Südinsel

Die Tage verfliegen. Manche sind so wunderschön, so vielseitig, so vollgepackt mit den seltensten und wärmsten Begegnungen, mit tollem Wetter, das einen die Landschaft noch mehr genießen läßt, als man auch so schon unentwegt vor Begeisterung nicht weiß, wohin man schauen soll. Andere bringen ebenfalls gänzlich neue Erfahrungen, aber völlig anderer Natur...
Die Malborough Sounds sind ein Landschaftsstrich an der Nordküste der Südhalbinsel. Dort haben wir uns drei Tage Zeit genommen, die sanftgrünen Hügel dabei zu beobachten, wie sie direkt ins klare, bereits kalte Meer fließen. An manchen Orten komme ich mir vor, als wäre ich der erste Mensch auf einer neuentdeckten Südseeinsel, wenn uns das Wassertaxi direkt an den Startpunkt des Queen Charlotte Tracks fährt. Überall sprießen die Farnbäume, die Quellen sprudeln munter den Berg hinunter, am Strand plätschern die Wellen über den graugelben Sand und es ist so warm und feucht, als wäre Regenzeit. Auf dem gut ausgebauten Track kann man dann, ganz wie die Entdecker Neuseelands unter James Cook im Jahre 1759, oder etwa 400 Jahre zuvor unter einem forschen, entschlossenen Maori das Landesinnere erkunden und immer wieder und wieder die gut freigeräumte Aussicht auf das in der Sonne glitzernde Meer, oder auf der anderen Seite über Felder und unendliche, grüne Bergketten, die verdächtig an den Schwarzwald erinnern, blicken und seinen mitgebrachten Kartoffelsalat genießen. Eine Nacht gelang es uns trotz Osterzeit ein winziges Hostel auf dem Weg zu finden, das uns freundlich aufnahm. Die Besitzerin war eine herzliche Dame im stolzen Alter von 78 Jahren, die im Frühling bis Herbst die vier Betten vermietet, ihre Gäste mit den leckersten Scones der Welt verwöhnt (ich habe ihr das Rezept entlocken können, jetzt muß ich nur noch 51 jahre lang backen üben, damit sie auch wirklich genauso lecker werden!) und von dem so ihrer Rente zuverdienten Geld in den hiesigen Wintermonaten, also zwischen Juni und August durch Europa, oder Lateinamerika, oder Asien, oder ganzwoandershin zu reisen. Und das alles trotz ihres Astmas und nicht ganz unbeeindruckenden Alters im absoluten Backpackerstil. Sie hat damit vor 11 Jahren begonnen und ist mittlerweile in 44 Ländern gewesen. Ihr Leitspruch: „You're never too old to travel!“
Nach den wunderschönen, ruhigen Tagen ging es weiter nach Nelson. Ein Tag, eine Fahrt, 3 Stunden im Kiwi Experience Bus und wir hatten schon wieder mehr als genug! Der Busfahrer (ein neuer, leider) erzählte von den zahlreichen Autounfällen, in die er schon verwickelt gewesen war und auch von seinen Erfahrungen auf seinen eigenen Reisen, damals, durch Europa, genauergasagt durch Holland, genauergesagt durch Amsterdam, genauergesagt durch das dortige Rotlichtviertel. Erzählt so herablassend, so bösartig grinsend, so anwidernd und dennoch wohl genau in dem Stil, den die vier jungen Mädchen, die in gleichen Schuhen und gleicher Gesichtsbemalung die erste Reihe blockierten, unheimlich toll und anziehend finden mußten, danach zu urteilen, wie sie immer perfekt synchron ihre Köpfe im Auflachen zurückwarfen, sich neugierig wieder nach vorn beugten und im Chor „Oh!“, „Ah!“ und „Really???“ ausriefen.
Zum Glück hatten wir uns nocheinmal drei Tage für Nelson und den Abel Tasman National Park vorgenommen, so daß wir den Bus aufatmend nach den wenigen Stunden wieder verlassen durften.
Nach langem hin und her Überlegen, wie wir diese Zeit am schönsten und unseren knappen, finanziellen Mitteln angemessen gestalten könnten, entschlossen wir uns gegen die Kanu- und Wandertour mit Bootcruise der ganzen National Park Küste entlang, aber für ein Auto, das uns in den Tagen an die schönsten Orte der äußersten Nordwestspitze bringen sollte. Beim Abbuchen der Automiete lernte ich dann die englische Vokabel „denied“ kennen, so daß das Auto für die kommenden zwei Tage auch unser Hostel ersetzen mußte, damit wir überhaupt noch für das nötige Benzin würden zahlen können. Nun denn, also eine Nacht auf einem kleinen Parkplatz am „Golden Bay“, mit einem kleinen abendlichen Feuers am Strand., eine zweite bei den suabersten Trinkwasserquellen der Welt mit einem frühmorgendlichen Spaziergang durch den angelegten Park , durchzogen von dem fernen Flötenspiel des „duckrangers“, der uns anschließend noch ein paar Wandertips für den Tag mitgab...es gibt in der Tat Schlimmeres!
Zum Beispiel nach diesen weiteren faszinierend, schönen Tagen wieder in einen solchen Bus steigen zu müssen...
Der Busfahrer sah besser aus, nicht wirklich fröhlicher, aber vielleicht wenigstens ruhiger, als der zweite, aber ach... ich fürchte er fährt einfach schon zu lang für diese Gesellschaft. Er war ständig damit beschäftigt sich irgendwelche dummen Witze aus den Fingern zu saugen, die nur allzuoft auf die Kosten einiger Mitreisenden gingen und nebenbei einfach überhaupt nicht lustig waren. Warum? Hätte er einfach den Mund gehalten wären alle glücklicher gewesen, aber er war einfach zu sehr darum bemüht die Stimmung aufzuheitern und gleichzeitig die angeblich weithin bekannte Lässigkeit der Westküste zu demonstrieren. So landeten wir am Samstag Nachmittag in dem verlassenen Örtchen Westport, was immerhin die zweitgrößte Stadt der Küstenregion sein sollte. Aber an einem Samstag Nachmittag waren die meisten Geschäfte bereits geschlossen, die Straßen lagen breit und einsam da, die Häuser fielen langsam vor sich hinrostend in sich zusammen, nur das nahe Kohlewerk dampfte lebendig und gierig inder müde untergehenden Sonne. Für den folgenden Abend war eine Mottoparty geplant, in dem einzigen Hostel weit und breit, in dem alle übernachten sollten. Wir fragten vorsichtig an, ob es noch eine andere Übernachtungsmöglichkeit in der Umgebung gäbe, da er uns aber erklärte, daß das nicht wirklich gut möglich sei, fügten wir uns ergeben. Am Morgen aber sagte uns der Busfahrer, da er nicht gewußt hätte, wofür wir uns nun entschieden hätten (denn dafür hätte man ja mal die Liste durchzählen müssen, auf die wir uns, wie alle anderen geschrieben hatten) hätte er das für uns getan und uns in ein Hostel in den nächsten Ort eingebucht. Nagut, ich mag es zwar nicht, daß Menschen für mich entscheiden, wenn ich mich eigentlich bereits selbst entschieden habe, aber da er es scheinbar nur gut gemeint hat, ließen wir es geschehen. Dann gab es aber am Nachmittag und am folgenden Morgen noch weitere Unklarheiten, weil er es einfach nicht geschafft hat, uns klar zu sagen, was wie läuft, nämlich von wem und vor allem wann wir am nächsten Morgen abgeholt werden sollten. Als wir das alles dank der netten Dame an der Rezeption halbwegs herausgefunden hatten und am Morgen 45 min in der morgendlichen Kälte gewartet hatten, waren wir beide ein wenig verärgert und haben ihn darauf angesprochen. Das wiederum hat er überhaupt nicht verstanden, denn er hatte geglaubt uns einen Gefallen getan zu haben und versuchte daraufhin uns wie dumme Kinder aufzuklären, daß wir ihm gefälligst dankbar sein sollten, wenn wir schon zu dumm sind, seine Sprache richtig zu verstehen. Daß es nicht die englische Sprache, sondern seine ungenaue Wortwahl war, die uns verstimmt hat, wies er mit dem schlagenden Argument zurück, daß man hier an der Westküste einfach ein wenig cooler drauf sei und wir uns doch endlich daran gewöhnen sollten, daß wir in Neuseeland und nicht mehr in Deutschland seien und daß unsere Reaktion eine Beleidigung seiner Kultur sei. Ganz entgegen meiner sonstigen Gewohnheit bin ich dann doch mal ein wenig ausgerastet und bald darauf war er nur noch darum bemüht, die Situation so schnell wie möglich hinter sich zu bekommen. Fast ein bißchen schade, ich war doch gerade erst so schön in Schwung gekommen. Seither haben wir glücklicherweise nichts mehr mit ihm besprechen müssen, aber es dauert schon so eine Weile, bis man wieder entspannt genug ist, alles so richtig genießen zu können.
Aber heute (Dienstag, 21.4.) war definitiv ein Tag, an dem sich alle Sorgen vergessen lassen.
Bei klarblauem Himmel und aufgehender Sonne begann unsere Tour, gemeinsam mit den ersten Sonnenstrahlen erreichten wir den den Foxgletscher. Riesige Eismassen, die sich zwischen dem Regenwald auftürmen. Mit Krampen an die Schuhe geschnürt, ging es dann an die sechs Stunden übers Eis. Eine tolle Erfahrung. Das ruft nach Wiederholung!
Jetzt aber fallen mir die Äuglein zu, denn ein bißchen anstrengend wars schon auch!

Dienstag, 14. April 2009

Von Auckland Richtung Süden

Tja, ich fürchte hier gibt es einfach zu viel zu erleben.
Die Zeit verfliegt und so ein kleiner Computer, sei er auch noch so verlockend, kommt einfach nicht gegen dieses wunderbare Land an.
Ich weiß gar nicht wo und wie ich anfangen soll und das finde ich bei mir schon sehr bedenklich.
Also, eine Woche in einem Partybus...das ist ein Erlebnis auf das ich in Zukunft ohne Schwierigkeiten verzichten könnte, leider ist es aber genau das Transportmittel, für das wir uns entschieden haben.
Aber ich versuche mal von vorn anzufangen.

Auckland- Mercury Bay:
Das war der Beginn der einwöchigen Party. Der Bus ging am frühen Morgen und brachte uns geradewegs auf einen der vielen Vulkanhügel um Auckland. Dort dürfte ich zum ersten Mal erfahren wie es ist so ein richtiger Bustourist zu sein.Der Bus fuhr uns bis auf den Parkplatz direkt vor dem Aussichtspunkt. Dort hieß es für alle: Aussteigen, Fotos machen und einer kleinen Einführungsrede des Busfahrers lauschen. Nach 10 Minuten durften wir wieder einsteigen und weiter ging es durch wunderbares Wetter und wunderschöne Landschaften Richtung Südwesten. Eine Stunde später gab es eine erste Pause für Frühstück und Toilette: 25 min!
Dann weiter zu den Cathedral Coves, dort durften wir wieder aussteigen und hatten ganze zwei Stunden Zeit, um die sagenhafte Umgebung zu erkunden und unter einem riesigen höhlenartigen steinernen Torbogen baden zu gehen...mit etwa 40 weiteren gutaussehenden, trendigen, spaßbewußten und maximal 20jährigen Engländerinnen und Engländern. Das Gefühl von Besonderheit und Stille an diesem fast heiligen Ort ist schwer zu beschreiben... auf dem Weg zurück haben wir einen weniger stark frequentierten Weg ausfindig gemacht, auf dem man sich dann ganz plözlich wie mitten im Urwald fühlt, nur eben ohne der ganzen gefährlichen Tiere und haben dabei riskiert zu spät zu kommen und dabei fast die Abfahrt des Busses verpasst. Von dort aus ging es dann weiter Richtung Whitianga (oder so) mit nur noch einem kurzen, Fotostop auf eine einmalige Küstensicht.
Und so ging es in den folgenden Tagen weiter und weiter Richtung Süden. Im Bus konnten sämtliche Aktivitäten vorgebucht werden, so daß man, vor Ort angekommen gleich losstarten konnte, zum Bungyjumping, Skydiving, Kayaking, Whitewaterrafting, Blackwaterrafting, Zorbing, …......
Die Möglichkeiten sein Geld mit adrenalinproduzierenden, aufregenden Erlebnissen zu füllen sind auf diesem größten Spielplatz der Welt, auch Neuseeland genannt, unendlich. Und auch ich muß gestehen, daß ich nicht gegen alle diese Angebote immun bin. Wenn ich davon höre, denke ich, ach, so ein Unsinn, was soll das, mein Leben ist auch ohne diesen ganzen Extras spannend genug, aber dann setzt es sich fest in meinem Kopf: „Komm Claudia, jetzt wo Du einmal hier bist, mal so mit Gummischlauch drei Stunden durch dunkle Höhlengänge gleiten, hin und wieder von einem kleinen Wasserfall springen und dabei so richtig doll frieren, das klingt doch eigentlich schon ganz toll. Ach, und wieviel kostet so ein Skydive?...“ Und dann ist das alles auch so einfach, man braucht nur seinen Namen auf die ohnehin schon lange Liste setzen, alles weitere wird organisiert und dann braucht man nur seine Kreditkarte hinhalten und die Welt liegt einem zu Füßen.
Nun gut. Ich habe mich gegen vieles erfolgreich gewehrt und der Blick auf das Konto hilft auch ganz gut, um mich wieder zur Vernunft zu bringen.
Und so ging es weiter und weiter Richtung Süden, vorbei an unzähligen Schafen und Kühen, vorbei an sprudelnden Schlammpools, fauchenden Gesyren, heißen Bächen, in denen man im Mondenschein wie in einer Badewanne planschen kann, durch tiefe Schluchten mit reißenden, eiskalten Bächen und dunkle Höhlengänge, über Vulkanberge und rotes, gelbes und schwarzes Gestein immer weiter bis nach „windy Wellington“, der Hauptstadt Neuseelands. Und über die lange, vielseitige Woche hinweg hat man dann doch den einen oder anderen Freund in dieser riesigen Gruppe ausfindig machen können, die vielen Informationen des eigentlich sehr sympathischen Busfahrers mit dem guten Musikgeschmack zu schätzen gelernt und ist fast traurig Lebewohl sagen zu müssen, denn von hier aus geht es ersteinmal für ein paar Tage allein weiter. Mit der Fähre auf die Südinsel und dort ein paar Tage durch die Malborough Sounds.
Wie gut es aber auch tut, endlich mal wieder einen Tag allein (zu zweit) unterwegs zu sein, sich für jeden Ausblick soviel Zeit nehmen zu können, wie man will, ohne gleich fürchten zu müssen, daß der Bus weg ist, wenn man wieder am Parkplatz ankommt, wenn man im Hostel neue Leute kennenlernt und nicht das Zimmer mit den halbbekannten Engländern teilen muß, die gegen 4 Uhr betrunken hineinstürmen und in lautstarkem Gespräch den Weg ins Bett suchen.
Eines weiß ich bereits mit Sicherheit: Dies ist nicht mein letztes Mal, das ich in Neuseeland bin! Die Zeit scheint gerade zu reichen, um herauszufinden an welchen Orten ich gern länger verbringen möchte, welche ich unbedingt nocheinmal wiedersehen will und auf welche ich auch gern verzichten kann.
Ich bin gespannt auf die verbleibenden zwei Wochen!

Herbstliche Ostergrüße!!









Samstag, 11. April 2009

Ihr Lieben,

ich lebe noch, nur sind die Moeglichkeiten dieses Computers so beschraenkt, dass er meinen Stick nicht lesen kann, so muesst ihr wohl noch ein Weilchen auf die naechsten Berichte und Fotos warten muessen.
Dennoch wuensche ich euch ein wunderschoenes Osterfest, eine tolle Zeit mit dem wachsenden, waermenden Fruehling!
Ganz besonders liebe Gruesse gehen auch an all diejenigen, die in den vergangenen Tagen, oder Wochen Geburtstag hatten, heute haben, oder in Baelde einen solchen feiern werden!
Alles Liebe und Gute aus einem wunderschoenen, faszinierenden, vielseitigen Land, das mich voller Spannung fesselt und begeistert,
Eure Claudia

Donnerstag, 2. April 2009

Auckland- Pahia

Endlich wieder fliegen... Dieses mal zum Glück nur so zwei Stündchen.
Und dann wartete auch schon das Nachtleben Aucklands auf uns. Da wir ja wieder zwei Stunden dem Sonnenaufgang entgegengeflogen sind, waren wir ausnahmsweise noch nicht müde, als wir gegen 23 Uhr in Auckland ankamen. Und so hieß es also ab in die friday night in Auckland. An diesem Abend habe ich endlich auch herausgefunden, daß man mit Franziska sehr wohl ein Gläschen trinken kann. Nur will der Inhalt des Gläschens eben wohl ausgewählt sein.Kommt man mit so billigen und harmlosen Dingen wie Wein, da schläft sie einem nur weg, aber ist erstmal ein Glas Whisky auf dem Tisch, dann erkannt man sie kaum wieder. Also eigentlich wollte ich nur mitteilen, daß wir einen sehr vergnüglichen Abend hatten.
Mittlerweile aber sind bereits wieder einige Tage vergangen und ich muß aufpassen, daß ich nicht völlig durcheinander komme, zumal mir die Sonne heute ein wenig zu arg mitgespielt hat („...die hat Sorgen...“, ich weiß), aber ich versuch mich zu konzentrieren.
Auckland, nun ja, wenn man gerade aus Sydney kommt ist man schon ein wenig verwöhnt. Die eher zurückhaltende Skyline haut einen nicht gerade um, die Auckland Harbour Bridge schien mir nicht einmal recht ein Foto wert, durch die Art Gallery waren wir nach einer knappen Stunde durch und nach einem etwa 4 stündigen Spaziergang hatten wir eigentlich auch schon das Gefühl alles gesehen zu haben, was sie Stadt so zu bieten hat. Am nächsten Morgen haben wir dann aber doch noch so einiges mehr von der Stadt sehen können. Wir sind nämlich mal wieder umgezogen in ein etwas günstigeres Hostel, etwas weiter am Stadtrand. Aber jung und sportlich, wie wir nun mal sind, nachdem wir immerhin zwei Wochen lang den Sydneyanern beim joggen zugeschaut haben, waren wir natürlich wild entschlossen das Busgeld zu sparen und einen straffen Fußmarsch hinzulegen. Ja, das haben wir dann auch meiserhaft getan, bis wir irgendwann umrundet von einem wunderhübschen Stadtteil Aucklands, einsehen mußten, daß wir uns die Adresse irgendwie doch nicht richtig gemerkt hatten und daß doch nicht die ganzen Leute, die wir nach dem Weg gefragt hatten und die uns nur seltsam angeschaut hatten, die komischen waren, sondern wir. Und so packten wir auf einem schattigen Rasen unseren Laptop aus, um anschließend nicht mehr ganz so wild entschlossen in die entgegengesetzte Richtung weiterzutrotten.
Und nun eine Preisfrage an die fleißigen Leser meines Blogs: Womit verbrachten wir wohl den Nachmittag???
a) schlafen
b) essen
c) joggen

Für alle, die sich für c entschieden haben: Lieb gemeint, das kommt bestimmt, wenn ich wieder da bin
Für alle, die sich für b entschieden haben: Ja, ihr wart ganz nah dran, aber diesmal war ich wohl leider zu müde dafür
Für alle, die sich für c entschieden haben: Ja, ich weiß es ist hart, da ist jemand in einem so gigantisch, wunderschönen Land und hat traurigerweise nichts besseres zu tun, als den Nachmittag zu verschlafen, aber ich fürchte das ist genau das, was wir getan haben.
Ein kleiner Trost: Am Abend haben wir uns dann der Abwechslung halber doch noch dafür entschieden, eine Kleinigkeit zu essen.
Der letzte Tag in Auckland galt dem Museum in dem es viel bemerkenswerte maorische und pazifische Kunst Kunst zu sehen gab. Daneben gab es auch ein paar „antike“ europäische Möbel zu begutachten, auf welche sie dort ganz besonders stolz zu sein schienen, wir uns aber dachten, das haben wir zu Hause bei unseren Großeltern mindestens genauso gut.
Nach dem Museum ging es nach Devonport, einem Stadtteil, etwas außerhalb, wo man nett spazierengehen, den Blick über die Skyline genießen und über endlos weiten Strand wandern kann.
Am Dienstag morgen hieß es dann in aller Frühe aufstehen um den Bus nach Pahia zu erwischen. Puh, es war noch dunkel, als wir uns (natürlich wieder zu Fuß) auf den Rückweg in die Innenstadt machten. Mittlerweile kannten wir den Weg aber besser und so saßen wir pünktlich um 7 Uhr im Bus. Ein wenig verschlafen also bekam ich dann also die ersten Hügelund grünen Wiesen dieser wunderschönen Insel zu sehen. Die Ähnlichkeit zu Irland ist oft so stark, daß ich mich schon manchmal fast ein wenig frage, warum ich nicht einfach wieder dorthin gefahren bin, aber spätestens wenn einem dann wieder ein paar Maori über den Weg laufen, merkt man einfach, daß man sich im Pazifik und nicht in Nordeuropa befindet.
Kaum angekommen, entshlossen wir uns das wunderschöne Wetter zu nutzen und uns mit einem Maori- Kanu aufzumachen, die 144 Inseln der Bucht zu erkunden. Gut, am Ende haben wir dann etwa acht bis neun davon gesehen, sind aber dafür auf einer gelandet und haben dort ein paar Muscheln gefunden und gleich auf dem Kocher zubereitet bekommen. Die anderen haben sich alle ein wenig schwer getan sie dann auch tatsächlich zu essen, aber Franziska und ich, die wir es nicht geschafft hatten was Gescheites zum Mittag zu essen, haben uns voll Freude darauf gestürzt und sie waren wirklich lecker. Dazu gab es dann noch ein Gläschen Wein, alles von unserem Kanuchef mitgebracht und organisiert, was mich dann zusammen mit der Sonne in eine überaus gute Laune versetzte. Leider war ich dabei krank zu werden und so endete das Ganze in einem frühen Fall ins Bett, von dem ich erst 10 Stunden später noch immer halb im Koma wieder herauskroch und dachte, ich will den ganzen Tag nur schlafen. Statt dessen, haben wir uns aber ein Auto gemietet und sind wild entschlossen weiter Richtung Norden zum Cape Reinga gefahren. Und, man wird es kaum glauben, aber auch ich habe mich nach einigem guten Zureden Franziskas hinters Steuer gesetzt und habe, dank automatischer Gangschaltung recht bald die Freude am Autofahren (wieder)entdeckt. Und das nach fast 6 Jahren. Ich bin noch immer ganz glücklich. Auf dem Hinweg haben wir dann noch ein paar kurze Stops einmal am ninetymile Beach und einmal an riesigen Sanddünen gemacht. Beeindruckend. Da fährt man gerade noch über grüne Hügel und plötzlich steht man mitten zwischen endlosen Haufen Sand.
Das Cape Reinga selbst war wahnsinnig toll. Kaum Sonne, aber endlose, riesige Wassermassen, die auf ewig ihre Kräfte messend gegeneinanderprallen; der Ort an dem die (nach Maori) weibliche Tasmanische See sich mit dem männlichen Pazifischen Ozean vereint, der Ort des entstehenden Lebens, ein heiliger Ort. Und so erschien es mir wirklich und ich hätte Stunden damit verbringen können diesen riesigen, schäumenden Wassermassen zuzusehen, wie sie immer und immer wieder gegeneinanderprallen und schließlich aus den gewaltigen Höhen zurückfallend vom Meer aufgefangen werden, um kurz darauf wieder in die Höhe geworfen zu werden. Aber leider zogen immer wieder dunkle Wolken vorbei, die uns die Hoffnung auf einen Sonnenuntergang vor diesem Hintergrund nahmen und auch hatte wir noch eine gute 3 ½ Stundenfahrt vor uns. Kaum wurde es dunkel bakamen wir auch wiedr Hunger und so hielten wir an einem kleinen Lokal am Straßenrand und verspeisten, umgeben von Maori, die ihren Feierabend bei einem Gläschen Bier und einer Runde Pool dort verbrachten, unser Abendessen.
Heute geht es nun wieder zurück nach Auckland und von dort morgen früh gleich weiter. Dann aber Richtung Süden.

Und noch einmal Sydney

Also, nun ist hoffentlich auch bei euch der 1.April vergangen und ich kann euch beruhigen. Ganz so war es dann doch nicht und das schlimmste, was mir passiert ist, ist eine kleine Erkältung bei der Übersiedlung in die etwas kühleren Regionen Neuseelands, die sich nun aber auch bereits wieder verzieht. Nun aber noch den Nachtrag zu den letzten Tagen in Sydney.
Und bald gibts auch wieder Fotos!

So langsam kehrte die erste Phase der Erschöpfung bei uns ein. Zurück aus den Blue Mountains in die nun doch nicht mehr ganz unbekannte Stadt, beschlossen wir die noch verbleibenden Tage etwas ruhiger anzugehen.
Den restlichen Dienstag verschliefen, lasen oder schrieben wir bis auf einen kurzen Ausflug mitten hinein nach Kings Cross, der Haupteinkaufsstrasse Sydneys. Das beeindruckendste an dieser Strasse war eigentlich, daß man etwa alle drei Meter auf ein Hostel stieß. An jeder Straßenecke hieß es „Hostel“ oder „Backpackers“ hier entlang, oder in jenen Hinterhof hinein. Auch fanden wir endlich mal einen Laden, in dem sie auch richtig gescheites Brot verkauften. Weil ich nicht genau entziffern konnte was der Name des Brotes war, was ich zu kaufen beabsichtigte, zeigte ich drauf und fragte dann, wie das Brot eigentlich hieße. Darauf bekamen wir die Antwort „it is called 'miesch'“ und sie wisse auch nicht was es bedeute, es sei eben einfach ein Name. Als wir es dann endlich in der Hand hielten, wurde uns die Bedeutung des Namens sehr schnell klar. Es war seit langem mal wieder ein ganz normales Mischbrot! Ich habe es dann auch bereits auf dem Weg zur Hälfte auf gegessen, denn irgendwie habe ich in letzter Zeit immer so einen Hunger. Ob das vom vielen Schlafen kommt?
Den Mittwoch Vormittag hingegen verbrachten wir mit der aufregenden Suche nach den gefährlichen Straßen Sydneys. Nachdem wir dem Hostelvater klargemacht hatten, daß wir die großen Sehenswürdigkeiten doch schon gesehen hatten und nun eher mal das richtige Sydney kennenlernen wollte, hielt er uns erstmal einen im Grunde sehr interessanten Vortrag über die Arbeits und Lebenseinstellung der Australier und daß das eigentlich einzige Problem, was Australien hätte die Arboriginals seien. Einfach weil sie sonst keine Probleme hätten (So zumindest ist es bei mir angekommen) und dann meinte er eben, wenn man überhaupt von armer Gegend sprechen könnte, dann seien es eben diese beiden Straßen, die wir uns anschauen sollten. Sie waren schon aif der Karte sehr klein, aber als wir uns dann auf die Suche nach ihnen machten, konnten wir sie einfach nicht finden. Dafür fanden wir jede Menge anderer, hübscher, kleiner Straßen, in denen man endlich mal wahrnehmen konnte, daß dort Menschen leben. Die Fenster sämtlicher Häuser waren weit geöffnet und überall konnte man Töpfe klappern, Papageien plappern, Kinder lachen, oder Arbeiter schaffen hören und sehen. Mag sein, daß dies auf eine höhere Arbeitslosenzahl hinweist, aber von depressiven, herumhängenden und dem Alkohol verfallenen Arboriginals war einfach weit und breit nichts zu sehen. Entweder haben auch diese Menschen ihren Weg gefunden, oder Sydney hat sie erfolgreich vor uns zu verstecken gewußt.
Am Nachmittag haben wir uns dann endlich mal an den gefahrenumwitterten Bondi Beach gewagt, an dem einige Tage zuvor ein hungriger Hai unterwegs gewesen sein soll.
Es war sehr toll!
Hohe Wellen, riesige weiße Sandstrandflächen, klares, furchtbar salziges Wasser und...
leider kein einziger Hai weit und breit. Und dabei hatte ich doch schon wieder so einen Hunger!
Abends dann hatten wir alle Mühe uns mit unserer spärlichen und eher auf Natur und Wanderungen ausgerichtete Kleidung in Schale zu werfen, um dem Sydney Opera House einen Besuch abzustatten.
Leider gab es keine Plätze mehr für eine Oper und so haben wir stattdessen ein Konzert mit Beethoven, Haydn und Bartok angehört. Da unser Geld leider nur für die billigen Plätze ganz hinten im Saal gereicht hat, erschien das Klavierkonzert Nr.1 von Beethoven ein wenig wie aus dem Fernseher, als aus der wirklichen Welt zu uns herausgeschallt. Nach der Pause nutzeten wir dann die Gelegenheit uns weiter nach vorn zu setzen und plötzlich saßen wir mittendrin im Geschehen. Die Klänge waren klar und unmittelbar und ergreifend. Und, irgendwie hatten sie einen ganz anderen Humor beim Spielen. Nicht, daß sie sich irgendwie in Szene gesetzt hätten, ganz im Gegenteil, aber das Ausreizen der Pausen, der Schlußakkorde, die Leichtigkeit in den Dialogen der beiden Orchester im Bartok... irgendiwe erschien es mir erfrischend unbeschwert.
Danach waren wir eigentlich beide ziemlich müde, so daß wir es nur mit Mühe bis Mitternacht aushielten.
Der Donnerstag selbst stand ganz im dem Zeichen des Koalas: Erstmal ausschlafen, dann sich irgendwie den Weg zum Fischmarkt suchen, und, oh ja, endlich einen Hai verspeisen...ups, da liegt ja wirklich ein Stück Hai...ach nee, so war das doch nicht gemeint...dann eben einen anderen Fisch, dann weiter Richtung Darling Harbour und dort erstmal in den Schatten setzen und ausruhen und Leute beobachten. Franziska hat ein ganz besonderes Interesse für dicke Menschen entwickelt, deren möglicher, kritischer Gesundheitszustand der folgenden 30-70 Jahre mir dann analytisch vorgetragen wird und wie ihre Gangart auf spätere Rückenschmerzen hinweist. Aber zum Glück gibt es ja neben den dicken auch noch die zahlreichen, jungen, sportlichen, männlichen, gut durchtrainierten Menschen, die mit Vorliebe mit nacktem Oberkörper herumlaufen, ach nein, was sage ich, joggen natürlich, so daß dann doch immer mal wieder die Gelegenheit bestand, sie erfolgreich auf ein anderes Thema zu bringen. Irgendwann ging es dann doch wieder weiter im Stadtbummel kreuz und quer durch die Stadt und zur Krönung des Tages, am Abend ins Kino.
Ja, und am Freitag war dann auch nicht mehr soviel drin.
Lange schlafen, Sachen packen, etwa drei Stunden frühstücken (wir haben eine nette Holländerin kennengelernt und übers Gespräch ein wenig die Zeit vergessen), Mittagessen und dann wurde es auch langsam Zeit für den Flughafen. Ja, auch so können ruhig mal ein paar Tage vergehen, bis sich wohl bald auch im Reisen ein gewisser Alltag entwickeln wird, bis man wieder ein bißchen besser weiß, wohin man eigentlich unterwegs ist.

Mittwoch, 1. April 2009

Auckland

Entschuldigt die lange Pause, aber wir hatte ein paar Probleme, nicht nur mit dem Internetzugang.
Nachdem wir die Freitag Nacht wach und fröhlich durchfeiert hatten und irgendwann gegen 3 Uhr nachts völlig fertig in die Betten gefallen sind, brauchten wir lang, bis wir am nächtsen Vormittag gegen 12 Uhr langsam erwachend realisierten, daß wir über Nacht im Hostel komplett ausgeraubt worden waren.
Alles weg, einfach alles!
Um uns ein Dach über den Kopf zu sichern, konnten wir das Hostel überreden gegen Putzarbeiten uns zumindest schon mal die Übernachtung zu sichern.
Dann irgendwann kamen wir auch auf die Idee die Polizei zu informieren und die ganzen Versicherungen zu aktivieren. Das Paradoxe war die so ehrliche und freundliche Unterstützung der Neuseeländer, die uns ihr Telefon liehen, uns durch die Stadt fuhren, das Polzeipräsidium, die fragten, ob wir eine Übernachtungsmöglichkeit hatten...
Naja, trotzdem der totale Alptraum.
Nun hat sich aber der Dieb gefunden und wir haben den Großteil der Sachen zurück und endliche, endlich wieder Internetzugang.
Ich schreibe bald mal ausführlicher, jetzt ist leider grad nicht die Zeit dazu.
Soweit alsio die Neuigkeiten.