Danach ging es auf direktem Weg in den Zoo, denn wo immer es gefährliche Tiere gibt, dürfen ja auch wir schließlich nicht fehlen. Nach ein paar einheimischen Enten und Riesengrillen gab es zunächst einmal eine kleine Seehundeshow und dann kamen wir auch schon zu den drolligen, schlafenden Teddybärwollknäulen, die man hier aber einfacherweise Wombats nennt. Viel war von denen leider nicht zu sehen, denn es war abgedunkelt und wimmelte von unvorteilhaften Verstecken. Aber es gab noch andere nicht minder drollige Wollknaüle, die sogar ausnahmsweise gerade eine ihrer ca. 4 wachen Stunden des Tages hatten, die Koalabären. Beide Wollknäuelsorten waren mir schon allein durch ihr friedliches Wesen überaus sympatisch, aber mit ihren täglichen Stunden, die sie schlafend verbringen, haben sie mich endgültig überzeugt. 16-20 Stunden, und in der restlichen Zeit futtern. Prima! Was könnte man sich schöneres vorstellen? Gut, ich würde mich vielleicht nicht unbedingt auf Eukalyptusblätter spezialisieren wollen, aber sollte das Grundbedingung sein, laß ich auch da mit mir reden.
Am Schluß gab es noch ein paar unbedeutende winzige Frösche(die giftigste Froschart auf der Erde) und ein paar gelangweilte Tiger und Löwen zu sehen, die mit leicht überheblichem Gesichtsausdruck auf die begeistert knipsenden Besucher herabschauten.
An diesem Abend bekam ich auch endlich zum ersten Mal auf der Reise wieder eine Gitarre in meine Hände. Ich hatte die Herbergsmutter des Hostels gefragt und sie hatte gemeint, ja, sie könne mir die ihres Sohnes mitbringen, der hätte sie schon länger nicht mehr angerührt, er steht grad mehr auf die E-Gitarre (ach ja, überall das gleiche). Endlich, endlich konnten meine Finger sich wieder ganz langsam mit dem allzu Vertrauten neu vertraut machen und es war ein wunderschönes Gefühl zu spüren, wie gut sie ihre Aufgabe kennen, wie selbstverständlich sie ihren Weg finden und noch viel besser war es, wie der Kopf plötzlich feststellte, daß ich dies alles ganz allein für mich selbst tue, daß niemand irgendwann mehr wird wissen wollen, warum ich den Ton jetzt so unpassend lang aushalte...und das neue Gefühl des absolut freien Ausprobierens führte mich bald wieder zu den alten Regeln der Kunst zurück. Halb mag es Gewohnheit gewesen sein, halb aber vielleicht auch die Feststellung, daß es so doch am besten klingt, jetzt aber mit dem neuen Wissen, daß ich es so spiele, weil ich es so will. : )
Hey mein liebstes Schwesterlein. Schon komisch sich so öffentlich mit dir zu unterhalten, aber die Tatsache, dass du dich eventuell über ein Kommentar freuen würdest, hat mich dann doch überzeugt, dir keine "geheime" Mail zu schreiben. So und jetzt freu dich! :)
AntwortenLöschenIch hoffe du hast bei den ganzen Tieren gut auf Lotta aufgepasst, denn ich könnte mir gut vorstellen, dass sie nicht ungern neue Bekanntschafften schließen würde.
Also dann mein Schwesterherz, muss ich mich schon verabschieden, denn hierzulande ist ein Gewitter aufgezogen, was mich zwingt den PC zu räumen... Ich wünsch dir weiterhin viel Spaß in der Ferne, deine alte Blechlaterne ;)
Ich habe noch hunger!
AntwortenLöschenDer Hai
Aber ich hab noch größeren Hunger!
AntwortenLöschenDavor flüchten sogar Haie!
Ganz bestimmt!!!
Liebe Claudilein,
AntwortenLöschenich will auch wombats sehen!!!
Bitte, bitte Bilder machen ;)