Montag, 14. September 2009

Oh nein, oh nein, oh nein (09.09.09)!

An diesem Tag hieß es für uns wieder Sachen packen und weiterziehen.
Am Bahnhof hatten wir noch eine gute dreiviertel Stunde Zeit und ich dachte, ich könnte mich doch schon mal um mein Ticket nach Helsinki kümmern. Die Metro hatte uns auf einen großen, unübersichtlichen Platz ausgespuckt und überließ es uns selbst, von den beiden Bahnhöfen den richtigen auszuwählen. Wir trotteten zu einer Eingangshalle und fragten nach. Das unwirsche Kopfschütteln war uns nun schon bestens bekannt und wir ließen uns davon nicht mehr beeindrucken, sondern fragten gezielt weiter nach der Richung. Dem pauschalen Wink in die entgegengesetzte Richtung wussten wir dann aber schon nichts mehr entgegen zu setzen und folgten ihm ähnlich pauschal. Dort tauchte wieder ein seriös wirkendes Gebäude auf, in dem auch vielversprechend zahlreiche Kassen zu sehen waren. Ich steuerte zielbewußt auf eine davon zu, stotterte meinen Satz herunter, wurde mit dem wohl bekannten (was will die denn hier, kann sie denn nicht ordentlich reden, ich hab keine Zeit mich mit Diletanten abzugeben, was schauen sie nur so erwartungsvoll, natürlich sind sie hier am falschen Schalter-) Blick empfangen und mit einem ebenso gekonnt aussagelosen Handzeichen in eine andere Richtung weiter geschickt. Man kann sich vorstellen, daß dies noch eine ganze Weile so weiter ging. Treppauf, treppab und dreimal quer über den Bahnhofsvorplatz habe ich ungeahnte, wohlversteckte Dimensionen an Ticketschaltern ausfindig machen können, der Richtige aber war nicht dabei und ich mußte unverrichteter Dinge in den Zug nach St. Petersburg einsteigen.
 

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